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Herz-Jesu Verehrung heute

Die Herz-Jesu Verehrung ist nicht irgendein Nebengeleis der katholischen Frömmigkeit, sie gehört zur Grundspiritualität der Kirche. In Jesus finden sich der Mittelpunkt und das Ziel der ganzen Menschheitsgeschichte und des Universums.

Im Zentrum aller Evangelien steht das Leben, Sterben und Auferstehen unseres Herrn Jesus Christus. Echte Herz-Jesu Verehrung ist nichts anderes als Zuwendung zum Pascha-Mysterium und bezieht sich ganz auf den Kern des christlichen Glaubens. Schon das Johannes-Evangelium lenkt unseren Blick in besonderer Weise auf den Durchbohrten auf Golgota.

Das Zentrum des Universums - ein aus Liebe gebrochenes Herz

"Als sie aber zu Jesus kamen und sahen, dass er schon tot war, zerschlugen sie ihm die Beine nicht, sondern einer der Soldaten stieß mit der Lanze in seine Seite, und sogleich floss Blut und Wasser heraus. Und der, der es gesehen hat, hat es bezeugt, und sein Zeugnis ist wahr. Und er weiß, dass er Wahres berichtet, damit auch ihr glaubt. Denn das ist geschehen, damit sich das Schriftwort erfüllte: Man soll an ihm kein Gebein zerbrechen. Und ein anderes Schriftwort sagt: Sie werden auf den blicken, den sie durchbohrt haben."

"Der es gesehen hat" ist "der Jünger, den Jesus liebte", es ist der Apostel und Evangelist Johannes. Er richtet unseren Blick auf die geöffnete Seite Jesu. Die Kirchenväter sahen in dieser geöffneten Seite das offene Tor des Heiles. Sie deuteten diesen Vorgang im Hinblick auf die Kirche und ihre in der Kraft des Heiligen Geistes wirksamen Sakramente. In Christus, der sich am Kreuz für das Heil der Menschen geopfert hat, haben alle Gnadengaben ihren Ursprung. Aus dem Herzen des Erlösers wurde die Kirche geboren: So wie Eva von Gott aus der Rippe des schlafenden Adam gebildet wurde, entstand die Kirche aus der geöffneten Seite des am Kreuz entschlafenen Christus. "Das Blut und das Wasser, die der durchbohrten Seite des gekreuzigten Christus entflossen, sind Urbilder der Taufe und der Eucharistie, der Sakramente des neuen Lebens." KKK 1225

Durch die die hl. Margareta Maria Alacoque (1647-1690) kam es zu einer liturgischen Prägung der Herz-Jesu Verehrung. Im Bericht einer ihrer Visionen steht über das Herz Jesu, als flammender Glutofen: "Von ihm ging eine so feurige Flamme aus, dass ich dachte, davon verzehrt zu werden." Dieses das Herz der Seherin entzündende, sie selbst fast verzehrende Herzfeuer wird ausdrücklich als Gegenpol zur "undankbaren Kälte der Menschen" erfahren. Die Schwester Margareta-Maria hat eine ausgesprochen thermische Wahrnehmung der Welt. Insofern dieser Flammenbrand - wie der brennende Dornbusch bei Moses - zugleich der Redeort einer Sendung ist, geht es bei den Visionen um die Ausbreitung eines Wärmestromes gegen die grassierende Weltkälte." Alex Stock (1998)

Dieser " Weltkälte" setzt auch Johannes Paul II. die tröstende Wärme des Herzens Jesu entgegen:
"Es ist schön, bei ihm zu verweilen und wie der Lieblingsjünger, der sich an seine Brust lehnte (vgl. Joh. 13,25), von der unendlichen Liebe seines Herzens berührt zu werden. Wenn sich das Christentum in unserer Zeit vor allem durch die ‚Kunst des Gebetes’ auszeichnen soll, wie könnte man dann nicht ein erneuertes Verlangen spüren, lange im geistlichen Zwiegespräch, in stiller Anbetung, in einer Haltung der Liebe bei Christus zu verweilen, der im Allerheiligsten gegenwärtig ist? Wie oft, meine lieben Brüder und Schwestern, habe ich diese Erfahrung gemacht, und daraus Kraft, Trost und Stärkung geschöpft!" Ecclesia de Eucharistia, Nr. 25

Das Herz als Ur-Symbol der Liebe

Auf die Symbolkraft des menschlichen Herzens verweist uns Leo Kardinal Scheffczyk: "Die Verbindung der Verehrung der in Christus menschgewordenen Liebe Gottes gerade mit dem Phänomen des menschlichen Herzens hat ihren Grund in der Symbolkraft des Herzens, das (unabhängig von den Erkenntnissen der Physiologie) im Verständnis der Menschen als personale Mitte der leib-seelischen Einheit gilt, in der die seelischen Fähigkeiten versammelt sind und aus der sie als geistige Kräfte hervorgehen."

Herz-Jesu Verehrung in Luzern

Die Herz-Jesu Verehrung gelangte nicht etwa über die hl. Margareta Maria Alacoque nach Luzern, sondern über die Luzerner Ursulinin Euphemia Dorer. Schwester Euphemia wurde von Jesus durch innere Eingebungen beauftragt, die Herz-Jesu Verehrung in Luzern einzuführen. So wurde die Mariahilfkirche zu einem Zentrum der Herz-Jesu Verehrung.

Später wurde Euphemia mit demselben Auftrag nach Freiburg in Br. gesandt, um die Herz-Jesu Verehrung auch im Tochter-Kloster der Ursulinerinnen von Luzern, als deren Erbauerin Euphemia in die Geschichte einging, die Andacht zum göttlichen Herzen zu verbreiten.

In den Schriften der gottseligen Euphemia Dorer finden sich viele Stellen, die von der Herz-Jesu Verehrung handeln:
"Nun als Neujahrsgeschenk gebe ich euch mein göttliches, gegen alle Menschen mit Liebe brennendes Herz. Nehmt es an und beginnet mit demselben ein neues Leben. Was habt ihr zu fürchten, zu lieben, zu wollen ausser mir? Ich will euch Alles sein." Unterweisung 150

"Wer auf mich vertraut, der hat mein Herz in seiner Hand, und wenn ich ihn nicht erhöre in dem, was er von mir begehrt, so ist das, was er begehrt, nicht zu seinem Nutzen. Wer auf mich vertraut, der wird viel empfangen und niemals zu Schanden werden, weder hier noch dort." Unterweisung 219

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