Home
Geschichte
Sr. Euphemia
Biografie
Wirken und Vermächtnis
Ein verborgener Schatz
Spiritualität
Angebote
Verein
Gönnerkreis
Media
Galerie
Kontakt
misión española

 

 

Wirken und Vermächtnis

Nach dem Studium der uns zugänglichen Literatur über das Leben und Wirken von Sr. Euphemia Dorer sind wir überzeugt, dass wir in ihr einer bedeutenden Mystikerin, einer prophetisch begabten und heiligmässigen Ordensfrau begegnet sind. Über Leben und Wirken der Ursulinerin Sr. Euphemia gibt vor allem Aufschluss das Buch "Schwester Euphemia Dorer. Ursulinerin. Ein Lebensbild" von M. Dominica Amann, Freiburg im Breisgau 1904.
 

Einblick in Tiefe und Reichtum des spirituellen Lebens von Sr. Euphemia gibt eine von den Ursulinerinnen in Brig im Jahre 1880 erstellter und edierter Sammelband der sog. "Unterweisungen". Diese Unterweisungen sind ein zärtlicher Dialog zwischen dem "göttlichen Liebhaber" und seiner Braut, dem "kleinen Nichts". Über die Bedeutung dieser Unterweisungen hinaus, – sie wurden schon zu Euphemias Lebzeiten in Abschriften weitergegeben –, war Sr. Euphemia eine anerkannte und von hohen geistlichen und weltlichen Würdenträgern geschätzte Ordensfrau. In Freiburg i. Br. verehrt man sie bis heute als eine der grossen Persönlichkeiten der Stadtgeschichte. Sie stand auch in Luzern beim Volk, der Geistlichkeit und der Regierung in grossem Ansehen. Ähnlich wie es von Theresa von Avila berichtet wird, muss Sr. Euphemia eine sehr charmante und umgängliche Persönlichkeit gewesen sein. Eine kleine Episode, die ihre Beliebtheit bei Luzerner Volk und Regierung dokumentiert, berichtet uns Sr. M. Dominica Amann in ihrem Buch.
 

Nachdem Sr. Euphemia ihr Amt als Oberin in Freiburg im Breisgau um 1704 niedergelegt hatte, lebte sie während neun Jahren wieder in ihrem geliebten Luzerner Kloster. Als man in Luzern erfuhr, dass die Freiburger Schwestern sie 1724 erneut zur Oberin gewählt hatten, wollte man sie in Luzern nicht mehr ziehen lassen: "Die Kommunität in Luzern war aber nicht im geringsten gesonnen, Mutter Euphemia nochmals nach Freiburg, der Stätte so vieler Leiden, zurückkehren zu lassen; sie wehrten sich entschieden gegen die Annahme der Wahl und verlangte auch von der Gewählten deren Ablehnung (…) In Freiburg wollten jedoch die Schwestern ebenso wenig nachgeben, als in Luzern; sie drängten den Bischof, um die Erlaubnis zur Abholung der gewählten Oberin zu erhalten. Mutter Magdalena von Eggemüller und Schwester Ignatia von Heintze machten sich auf den Weg nach Luzern, voll der frohen Hoffnung, die geliebte Mutter bald wieder heimführen zu können. Im Kloster angekommen, brachten sie sofort ihr Begehren vor, und übergaben zwei bischöfliche Schreiben, das eine für die Superiorin, das andere für Mutter Euphemia bestimmt. Sobald die Schwestern die Absicht der Ankömmlinge erfuhren, entgegneten sie in höchster Aufregung: "Potz tausend, wir löhnt sie nit mehr fort; ihr habt sie lang genug gehabt." … Bald darauf erfuhren auch die Luzerner Frauen, bei denen Mutter Euphemia in hohem Ansehen stand, die Nachricht von deren Abberufung, und durch sie die Ratsherren der Stadt. Die letzteren aber fassten einen Beschluss, wonach Mutter Euphemia die Stadt Luzern nicht mehr verlassen dürfe. Als jedoch am andern Tage der Grosswaibel im Auftrag des Magistrats der Schwester Euphemia von diesem Beschluss Kenntnis geben wollte, befand sie sich schon auf dem Weg nach Freiburg."
 

Wir glauben, in Sr. Euphemia eine zukunftweisende Spur gefunden zu haben. "Der Christ der Zukunft wird ein Mystiker sein oder er wird nicht mehr sein", lesen wir bei Karl Rahner SJ. Mit Blick auf ein Haus, eine Schule des Gebetes hätte uns kaum Besseres widerfahren können als die Begegnung mit einer "hauseigenen" Mystikerin.
 

> Ein verborgener Schatz

 
 
   
Gebetsanliegen
Verein
Pro Mariahilfkirche Luzern
Museggstrasse 21
6004 Luzern