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Maria Corona

Maria Corona - Maria, die zur Königin gekrönte Mutter des Königs aller König - kehrt zurück in die Mariahilfkiche

"Dann erschien ein großes Zeichen am Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet; der Mond war unter ihren Füßen und ein Kranz von zwölf Sternen auf ihrem Haupt." Apk 12,1

Aus der Literatur wusste ich, dass in der Mariahilfkirche ein Gnadenbild besonders verehrt wurde. Dank der Mithilfe der Denkmalpflege erhielten wir dieses Gnadenbild jetzt anfangs März 2020 wieder zurück. Dieses wurde im Jahre 1622 gestiftet vom damaligen Statthalter Ludwig Meyer. Er schenkte es den Ursulinen für die "Graben Kirche" an der Rössligasse 12, mitten in der Altstadt von Luzern, in welcher die Ursulinen damals ihre Gottesdienste feierten.
Nachdem die Ursulinen die heutige Mariahilfkirche erbaut hatten, wurde das Bild in diese Kirche überführt. "Mehrmals verlieh der Nuntius einen Ablass jenen, die nach der Meinung der Kirche vor diesem Bild beten." (Hermann Albisser "die Ursulinen zu Luzern" S. 424)
Das Bild zeigt Maria mit Krone, umgeben von einem Sternenkranz, zusammen mit ihrem Sohn Jesus, dem König der Welt und umgeben von Engeln. Maria trägt die Weltkugel samt ihrem Kind im Arm.

Die Krönung Mariens gehört in einer besonderen Weise zur Stadt Luzern. Die zweimalige Erscheinung Mariens auf dem Wesemlin fand in Luzern am Pfingstwochenende 1531 statt. An diesem Wochenende wurden die katholischen Innerschweizer Kantone durch eine Proviantsperre, die über sie verhängt worden war, aufs Äußerste bedroht. Menschlich gesehen lautete die Alternative entweder Verhungern oder zum neuen Glauben übertreten. Der Reformator Ulrich Zwingli rief zudem dazu auf, Marienbilder aus Kirchen zu entfernen oder gar zu zerstören. Auf diesem geschichtlichen Hintergrund kommt der Erscheinung in Luzern noch eine besondere Bedeutung zu. Moritz von Mettenwyl, ein Ratsmitglied und Spitalmeister von Luzern betete vor einem zerstörten Marienbild. Während des Gebetes erschien ihm Maria, umgeben von Engeln. Diese setzten während der Erscheinung Maria eine Krone auf. Dieselbe Erscheinung wiederholte sich tags darauf, diesmal in Anwesenheit der ganzen Familie von Mettenwyl. In der Geschichte der Marienerscheinungen ist dieses Geschehen einmalig. Der ehemalige deutsche Bischof Rudolf Graber meinte, dass der Erscheinung Mariens auf dem Wesemlin in Luzern eine besondere Stellung zukommt; auch wenn diese vielen unbekannt geblieben sei.
Es war die erste Marienerscheinung in der Neuzeit überhaupt, übrigens im selben Jahr wie die Erscheinung Mariens in Guadalupe in Mexiko.
Für das Gnadenbild, welches wir jetzt zurückerhalten haben (eine grosse polychromierte Holzplastik) habe ich bis anhin in der Literatur noch keine spezielle Bezeichnung gefunden. Aber das Bild zeigt Maria als Königin zusammen mit ihrem Sohn, dem König der Welt. Darum nennen wir sie jetzt mal die "Maria Corona"- Maria Königin der Welt.
In der Geschichte des frühen Christentums wurde - unter dem Einfluss der Christenverfolgung im römischen Reich - die Bezeichnung "martyrii corona", "Krone der Märtyrer" auf die Blutzeugen angewandt.
Über Jahrhunderte wurde Maria besonders in Zeiten der Not als "Hilfe der Christen" angerufen. Diese Anrufung der Muttergottes haben unsere Ursulinen übernommen und das Kloster und die Kirche entsprechend auf den Namen "Maria-Hilf" geweiht.
In der heutigen, weltgeschichtlich einmaligen Situation nehmen auch wir unsere Zuflucht zu Maria. Eigentlich wollten wir die Heimkehr des Gnadenbildes demnächst mit einem besonderen Fest begehen, das wir aber im Moment bis auf weiteres verschieben müssen. Für unsere evangelischen Brüder und Schwestern möchte ich noch hinzufügen, dass wir nicht irgendein Bild anbeten, sondern die ewige Wahrheit, die in einem solchen Bild zum Ausdruck kommt. Jesus ist der König der ganzen Welt und seine Mutter ist die Mutter Königin. Diese Ehrbezeichnung für die Mutter des Königs ist bibelkundigen Menschen bestens vertraut aus dem Alten Testament.

Unter dem Schutzmantel der Gottesmutter haben alle Platz, die ihre Zuflucht bei ihr suchen.
Pater Kentenich betete während seiner Haft im Konzentrationslager Dachau, als sie dort vielen Seuchen und Gefahren ausgesetzt waren:

"Mutter, nimm uns sorgsam unter deinen Mantel,
dass im Himmel allezeit sei unser Wandel;
schütz vor Hunger uns, vor Seuchen und vor Bränden,
uns, die wir in großer Not uns an dich wenden.

Sag deinem Sohn wie einst in Erdenzeiten,
als er half in Nöten und Verlegenheiten:
Herr, sie haben keinen Wein und keine Speisen.
Dann wird sicher er Erhörung uns erweisen."

In dieser speziellen Zeit bleibt unsere Kirche wie bis anhin offen für das private, persönliche Gebet.
Wir empfehlen im Besonderen den Heiligen Geist anzurufen, auf dass er die ganze Menschheit in dieser große Not erleuchte und sie zur vertrauensvollen Hinwendung zur unendlichen Liebe des dreifaltigen Gottes bewegt. Jesus Christus schenkt uns einen Frieden, den die Welt uns nie geben kann. Sein Name sei gepriesen in alle Ewigkeit.
Seit Jahren habe ich zum Abschluss der eucharistischen Anbetung das folgende Gebet gesprochen:

"Herr Jesus Christus, Sohn des Vaters, sende jetzt deinen Geist über die Erde, lass den Heiligen Geist wohnen in den Herzen aller Völker, damit sie bewahrt bleiben mögen vor Verfall, Unheil und Krieg. Möge die Frau aller Völker, die allerseligste Jungfrau Maria, unsere Fürsprecherin sein. Amen."
(sogn. Amsterdamer Gebet, in der von Rom approbierten Fassung!)

Wie aktuell doch dieses Gebet ist. Das Unheil bekommt durch das Corona-Virus ein existentiell bedrohendes Gesicht und vom Krieg betroffen sind leider nur allzu viele Menschen unserer Zeit.
Lasst uns speziell auch vor der Not der Flüchtlinge unsere Augen, Hände und Herzen nicht verschliessen.

Für ganze Völker und für jedes einzelne Menschenkind beten wir stellvertretend zu unserem Heiland und Erlöser Jesus Christus.

Diakon Urban Camenzind-Herzog
 

 
 
   
Gebetsanliegen
Verein
Pro Mariahilfkirche Luzern
Museggstrasse 21
6004 Luzern